Zuckersucht oder die Sucht nach Süßigkeiten

Zuckersucht ist vor allem eine psychische Sucht, denn der Körper mag soviel Zucker eigentlich gar nicht. Aber das Gehirn kommt mit Zucker leicht auf seine Kosten, während der Körper Eiweiße für die Muskeln, Vitamine und andere Nährstoffe und Fett braucht, um zu funktionieren. Zumal die Verarbeitung von Zucker auch Vitamine etc. aufbraucht.

Der Körper wandelt den Zucker unter Einsatz von Vitaminen und anderen Nährstoffen in Fett um. Leider kann er dann mit dem Fett nichts anfangen und lagert deshalb den in unbrauchbares Fett in Fettröllchen um.

Was ist eine psychische Sucht?

Eine psychische Sucht bedeutet, dass das Gehirn uns etwas vorspielt. Zuckersucht, Cannabissucht, Nikontinsucht, Koffeinsucht, Sexsucht, Pornosucht etc alles Süchte, die rein im Gehirn angesiedelt sind und keinerlei körperliche Sucht hervorrufen, wie es die Alkoholsucht oder die Heroinsucht täte.

Eine Zuckersucht bedeutet also, das Gehirn lässt uns glauben, dass es bzw. unser Körper Zucker braucht. Eigentlich würden hochwertige Kohlenhydrate wie Vollkorn gebraucht, eine vollständige Mahlzeit, eine ausgewogene Ernährung. Da aber unser Gehirn der größte Energieverbraucher (25% des gesamten Umsatzes) unseres Körpers ist und von ihm lebenswichtige Funktionen abhängen, wird immer und in jedem Fall seine Versorgung sichergestellt. Wenn es nicht anders geht, auch durch Süßigkeiten.

Zucker in Gehirn und Körper

Unser Gehirn braucht Zucker, um zu funktionieren. Das können Fruchtzucker in O ist und Gemüse sein, Stärke wie in Kartoffeln und Nudeln sein, Lactose wie in der Milch, oder einfacher Malzzucker wie in Süßigkeiten Je höhenwertiger die ausgewählten Kohlehydrate (Zucker), umso wertvoller für Gehirn und Körper.

Die Zuckersucht

Das Gehirn schreit bei der Zuckersucht nach dem, womit es gute Erfahrungen gemacht hat, weil es weiß, dass es das kriegt: Es spiegelt Ihnen vor, wie lecker Schokolade, Gummibärchen, Kaffee mit viel Zucker etc sind. Wie Raucher überlegen Sie nicht, sondern greifen nach dem angeblich Geforderten. Genau hier kann man eingreifen

Die Aversions-Therapie der Zuckersucht

Eine beliebte Methode ist die der Aversionstherapie, d.h., es würde Ihnen schlecht werden, wenn Sie beispielsweise Gummibärchen sehen.

An sich gut gedacht, aber die Erfahrung lehrt, dass die AVerwionstehrapie nicht hilfreich ist, denn es kann immer mal, z.B. nach zu viel Sport, eine echte Unterzuckerung eintreten. Hier würde Traubenzucker sofort helfen. Aber wegen der Aversionstherapie könnten Sie diese Hilfe nicht annehmen, Ihnen würde schlecht, ggf. müssten Sie sich übergeben und noch mehr schwächen.

Außerdem ist eine Aversionstherapie leider nicht langfristig. d.h. Sie geben viel Geld aus und der Erfolg hält vielleicht 6 Monate an. Dann hat Ihr Gehirn einen Weg gefunden, mit der Übelkeit umzugehen. Sie würden handeln wie ein Raucher, dem schmecken die Zigaretten auch nicht. 

Die Hypnosetherapie

Ich suche nach den echten Gründen wie beispielsweise:

  • frühere Erfahrungen des Geliebtwerdens (der Kuchen oder der Pudding bei Oma)
  • Hungerzeiten erlebt
  • die Selbstbelohnung (heute war so ein sch… Tag)
  • falsches Essverhalten (abends essen, weil tagsüber gehungert)
  • zu viel Stress verlangt geradezu nach Süßem, weil das Gehirn viel Zucker verbraucht
  • usw, usf.

Diese Gründe aufzulösen, ermöglichen eine positive Selbstzuwendung und damit eine neue, bessere Sicht auf sich. Stress wird abgebaut, die Finten des Gehirns werden erkannt, die Ernährung bessert sich.