Fragen, die oft in meiner Praxis gestellt werden:

Entspannung in der Hypnose

Die auffälligste Wirkung der Hypnose ist die Entspannung. Entspannung als Gegenpol zur alltäglichen Anspannung ist die Basis, um Ihrem Gehirn neue Wege ins Unterbewusste zu eröffnen. 

Sie bekommen in der Entspannung die Suggestion des Südseestrandes und jetzt passiert das Spannende: Sie wissen, dass Sie im kalten und üblicherweise verregneten Hannover in meiner Praxis auf der Liege liegen und doch spüren Sie Südseestrand-Feeling. Es ist angenehm warm in der südlichen Sonne, das Wellenrauschen beruhigt ihre Aufregung, die Luft ist angenehm klar. 

Suggestive Wirkung

Durch die kluge Wahl ihres Hypnotherapeuten werden in Ihrem Gehirn allein durch Worte, durch Suggestionen Strandlandschaften sichtbar, fühlbar, hörbar, ja sogar riechbar. 

Die Trance

Trance ist ein Ihnen gut bekanntes Gefühl, wie der Moment zwischen Wachen und Schlafen. Eine leichtere Trance wird erreicht, wenn Sie ein Buch lesen und in der Geschichte versinken oder Musik hören und alles um sich herum vergessen. Auch Tagträume sind Trancen.

Wunderwirkung Hypnose?

Kein Hypnotherapeut ist ein Wunderheiler. Es gibt weder Zauberstäbe noch Zaubertränke. Alles ist erklärbar.

Geschickte Suggestionen und kluge Anwendungen von therapeutischen Methoden innerhalb der Hypnose können schnelle Veränderungen ermöglichen, können langgehet Vorurteile auflösen und neue Wege begehbar machen. Aber Wunderheilung ist das nicht, sondern harte therapeutische Arbeit.

Wie wirkt Hypnose?

  • Erhöhte Erinnerungsfähigkeit
  • Entspannter Wachzustand
  • reduzierte Ausschüttung von Stresshormonen
  • herabgesetzter Muskeltonus
  • gesenkte Herzschlagrate
  • reduzierter Blutdruck
  • geringere Atemfrequenz

 

 

Warum wirkt Hypnose in der Psychotherapie?

Das Vertrauen in den Hypnotherapeuten bewirkt die weitgehende Abgabe der Kontrolle des Alltagsbewusstseins. Zu den genannten Wirkfunktionen

  • Veränderungen des Frontalhirns (Ich-Steuerung) durch reduzierte Ausschüttung von Stresshormonen
  • Verlagerung der Aktivitäten in die nicht dominante Gehirnhemisphäre (neue Lösungen)
  • veränderte Aufmerksamkeit ermöglicht Einstellungs- und Verhaltensänderungen
  • Veränderung der Wahrnehmung: Von Alltagsbewusstsein in Hypnose-Logik (neue Möglichkeiten)
  • Fokussierung auf weitestgehenden symptomfreien Raum zur Aktivierung neuer Möglichkeiten
  • In der Altersregression können neue Kompetenzen und Ressourcen ins Erleben einfügt werden
  • Aktivierung der erlernten Ressourcen

Warum wirkt Hypnose in der Psychosomatischen Therapie und in der Schmerztherapie?

Steigerung der Selbstheilungskräfte

  • Reduzierte Ausschüttung von Stresshormonen
  • Schmerzreduzierung (Analgesie)
  • Der weitgehend symptomfreie Raum wird zur Erkenntnis genutzt, welches Verhalten, welche Einstellungen die Krankheit aufrechterhalten Einstellungen und Verhalten können verändert werden
  • Durch die erhöhte Durchblutung und die Entspannung können Spasmen, Verkrampfungen weitgehend gelöst werden
  • Durch die Steigerung der Immunkräfte in Kombination mit der Reduktion der Stresshormonen kommt es zu dermatologischen Veränderungen
  • Erhöhung der Erinnerung (Hypermnesie) ermöglicht Löschung des Schmerzgedächtnisses

Wie wird Hypnose im Gehirn erstellt?

Eines der letzten großen Geheimnisse in der Psychotherapie ist, dass wir zwar wissen, dass Hypnose funktioniert, aber wir wissen auch 2015 noch nicht, wie Hypnose neurologisch tatsächlich hervorgebracht wird.

Wir wissen, dass die Bereiche Visuelles Gedächtnis und akustische Aufmerksamkeit aktiviert sind, wir sehen vermehrte Arbeit im frontalen Cortex. 

Momentan werden zur Klärung rund ein Dutzend Hypothesen diskutiert, wie das Gehirn Hypnose genau oder wenigstens ansatzweise hervorbringen könnte. Die meisten Wissenschaftler glauben, dass die Dissoziation entscheidend sei. Dabei scheint das Gehirn unter Hypnose verschiedene Informationsanteile eines Reizes nicht mehr zu einem Ganzen zusammenzubringen, zum Beispiel die Wahrnehmung der Intensität und der Dauer beim Schmerzerleben oder die Emotionalität mildert sich in der Traumbearbeitung ab.

Neurobiologisch bedeutet das: Unter Hypnose können verschiedene Verbände von Nervenzellen nicht mehr miteinander kommunizieren. Betroffen sind zum Beispiel Neuronen-Verbände, die unterscheiden, ob der Reiz als kurz und pulsierend empfunden wird oder früher schon einmal erlebt wurde. Für diese Dissoziation ist das Frontalhirn verantwortlich: Unter Hypnose scheint es die Kommunikation zwischen verschiedenen Netzwerken, die einzelne Reizaspekte bearbeiten, abzuschalten. Wenn der Hypnotherapeut schließlich seinen Patienten zurückholt, schaltet das Frontalhirn den Informationsaustausch zwischen den einzelnen Netzwerken wieder ein und alles wird wieder normal erlebt.