Die Wirkung von Hypnose

Eine der ersten Zuordnung der Funktionskreise im Gehirn überhaupt (F.E.Bilz 1894)
Moderne MRT-Aufnahme vom Gehirn

Wie wirkt Hypnose?

Erkennbar wird Hypnose am herabgesetzten Muskeltonus, einer verbesserten Durchblutung mit gesenkter Herzschlagrate, einem deutlich reduzierten Blutdruck und einer geringen Atemfrequenz. Zudem erfolgt Bauchatmung und der Darm entspannt sich, was sich gelegentlich wie ein Knurren bemerkbar machen. Manchmal zittern die Augenlider oder Ihre Augäpfel (vergleichbar mit dem REM-Schlaf). Zugleich werden die Hör- und Sehfunktionen im Gehirn deutlich aktiviert.

Warum wirkt Hypnose in der Psychotherapie?

Ihr Vertrauen in mich als Therapeuten bewirkt eine weitgehende Abgabe der Kontrolle des Alltagsbewusstseins nicht aber die generelle Kontrolle. Zu den genannten Wirkfunktionen kommt die im MRT nachweisbare temporäre Veränderung des Frontalhirns (Ich-Steuerung) durch eine reduzierte Ausschüttung von Stresshormonen. 

Erhöhte Erinnerungsfähigkeit

Durch den entspannten Wachzustand erfolgt eine erhöhte Erinnerungsfähigkeit. Da die Entspannung die Ausschüttung von Stresshormonen sehr deutlich reduziert, sind in diesem Zustand angstbesetzte Situationen sehr gut veränderbar.

Neue Lösungen durch Verlagerung im Gehirn

Im Gehirn werden die Aktivitäten verlagert: Durch die Verlagerung in die nicht dominante Gehirnhemisphäre können neue Lösungen gefunden werden. Die veränderte Aufmerksamkeit ermöglicht Einstellungs- und Verhaltensänderungen.

  • Veränderung der Wahrnehmung
  • Von Alltagsbewusstsein in Hypnose-Logik (neue Möglichkeiten)
  • Fokussierung auf weitestgehenden symptomfreien Raum zur Aktivierung neuer Möglichkeiten
  • In der Altersregression können neue Kompetenzen und Ressourcen ins Erleben einfügt werden
  • Aktivierung der erlernten Ressourcen

Warum wirkt Hypnose in der Psychosomatischen Therapie und in der Schmerztherapie?

In der modernen wissenschaftlichen Psychosomatik geht man davon aus, dass wir alle sog. Wahrnehmungsfenster haben. Wenn zu viele Wahrnehmungsfenster in die Krankheit, die Störung, die Angst oder die Schmerzen führen, ist der Patient dauerhaft, chronisch erkrankt. Es gilt also die Wahrnehmung zu verändern, von den Störungen, Schmerzen, Krankheiten hin zu Lösungen zu entwickeln.

Der weitgehend symptomfreie Raum wird zur Erkenntnis genutzt, welches Verhalten, welche Einstellungen die Krankheit aufrechterhalten Einstellungen und Verhalten können verändert werden.

  • Steigerung der Selbstheilungskräfte
  • Reduzierte Ausschüttung von Stresshormonen
  • Schmerzreduzierung (Analgesie)
  • Durch die erhöhte Durchblutung und die Entspannung können Spasmen, Verkrampfungen weitgehend gelöst werden
  • Durch die Steigerung der Immunkräfte in Kombination mit der Reduktion der Stresshormonen kommt es zu dermatologischen Veränderungen
  • Erhöhung der Erinnerung (Hypermnesie) ermöglicht Löschung des Schmerzgedächtnisses